Rayk Saemann, Deutschland, Koordinator der WHA-Initiative

Rayk Saemann, Germany - WHA Coordinator

„Wie viel Recht haben wir auf unsere eigene Gesundheit? Spontan würde wohl jede/r antworten, es sei selbstverständlich, dass niemand außer ihr/ihm selbst darüber verfügen dürfe. Doch lässt sich dieser Anspruch tatsächlich wahrnehmen, solange Gesundheit offiziell zu einer Ware erklärt wird? Wie realistisch ist ein solches Recht, wenn ein so genannter „Gesundheitsmarkt“ zielgerichtet zur Profitmaschine ausgebaut wurde und wir wissen, dass die jährlichen Ausgaben in „modernen Gesundheitssystemen“ inzwischen den Staatsbudgets der jeweiligen Nationen ebenbürtig sind oder diese gar übersteigen? Und ist, was wir damit finanzieren, wirklich Gesundheit oder eher die Ausweitung von lukrativen „Volkskrankheiten“?

Nirgendwo ist der Widerspruch zwischen dem eigentlichen Interesse der Patienten und der vorherrschenden Profitausrichtung deutlicher als beim Pharma-Investmentgeschäft mit der Krankheit:  auf der einen Seite die Erwartung der Menschen nach möglichst vollständiger Beseitigung von Krankheit, andererseits die Symptombehandlung mit teuren, patentierten, dazu noch nebenwirkungsbehafteten Wirkstoffen. Die Ausmaße, die dieses Betrugsgeschäft bis heute angenommen hat, sind tatsächlich enorm und es kann kaum verwundern, dass globale Pharmakonzerne angesichts der auf dem Spiel stehenden Milliardengewinne den Kampf gegen wirksame Alternativen aus dem Bereich der wissenschaftlich begründeten Naturheilverfahren mit aller Macht führen. Denn in keiner anderen als der pharmazeutischen Industrie wäre es möglich, jährliche Gewinne von durchschnittlich 25 Prozent und mehr zu realisieren!

Wollen wir die Schlüsselverantwortung für unsere Gesundheit nicht an andere abtreten, müssen wir selbst Initiative ergreifen und uns fundamentales Wissen aneignen über die Erhaltung von Gesundheit bzw. über Wege zu deren Wiederherstellung. Wir müssen die Ursachen von Krankheiten verstehen lernen und folglich, wie ihnen auf natürliche Weise begegnet werden kann. Dieses Ziel verfolgt die WHA-Kampagne mit ihrer weltweiten Aufklärungsarbeit.

Gesundheit geht uns alle an, egal zu welcher Generation wir uns zählen. Sie wird nicht erst relevant, sobald unser Umfeld oder wir persönlich mit mehr oder weniger schwerwiegenden Krankheiten konfrontiert sind. Prävention ist ein wichtiges Stichwort. Doch auch jenseits dieser unmittelbaren Form der Betroffenheit gibt es genügend Gründe, sich rechtzeitig mit ‚Gesundheit’ und deren wirtschaftlichen Konsequenzen auseinanderzusetzen. Das Gesundheitswesen ist ein hohes soziales Gut, und wir können es nicht isoliert von anderen gesellschaftlichen Bereichen verstehen. Daher ist es absolut ausschlaggebend, an dieser Stelle für Verbesserungen zu arbeiten, wenn wir unsere Zukunft sichern und gestalten wollen! Wer, wenn nicht wir, sollte daran das größte Interesse haben? Wann, wenn nicht jetzt, wollen wir anfangen, die notwendigen Änderungen umzusetzen!“

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